WasseraufbereitungSchwimmbadSauna und DampfbadWhirlpoolSolartechnikSpezial-FiltermedienGartenduschen

Allgemein Informationen



CULLGAN: WELTWEIT FÜHREND IN DER WASSERAUFBEREITUNG

Informationen zur Trinkwasserverordnung erfahren Sie auf der Homepage des DVGW: Trinkwasserverordnung

Woher kommt unser Trinkwasser?
Warum ist es von unterschiedlicher Zusammensetzung?

Wasser befindet sich in einem ewigem Kreislauf auf unserer Erde. Durch Sonneneinstrahlung verdunstet Oberflächenwasser der Weltmeere, Flüsse, Seen und der Vegetation und steigt in die Atmosphäre auf, bildet Wolken und gelangt in Form von Niederschlag (Regen, Schnee, Hagel) wieder zur Erde zurück. Während das Wasser den Weg zur Erde zurücklegt, nimmt es Verunreinigungen (Staub und Ruß), aber auch Gase aus der Luft, wie Stickstoff, Kohlendioxid auf, die dem Regen den sauren Charakter verleihen. Auf dem Weg durch das Erdreich nimmt es weitere Stoffe durch Humus, Fäulnisprodukte und Kohlensäure auf.

Je nach Bodenbeschaffenheit werden weitere Mineralien wie Kalkstein, Eisen oder Mangan gelöst und aufgenommen. Diese Grundwässer werden dann über Tiefbrunnen von den Trinkwasserversorgern gefördert oder treten in Form von Quellwässern selbst an die Erdoberfläche. Der Kreislauf ist somit geschlossen.
Der Wasserversorger hat in erster Linie die Versorgung mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser zu gewährleisten. Hierbei sind jedoch Grenzwerte bestimmter Mineralien im Trinkwasser einzuhalten. Diese werden ständig von Prüfinstituten überwacht und somit dem Verbraucher ein Höchstmaß an Sicherheit gegeben.

Trotz dieses Aufwands kann es zu Problemen im Haushalt mit Kalk- oder Korrosionsbildung kommen; auch unser Komfortbedürfnis läßt sich mit der Wasserqualität nicht immer in Einklang bringen. Zudem kann durch eine Aufbereitung des Wassers (z.B. Enthärtung) der Verbrauch an Seifen- und Waschmitteln erheblich reduziert werden.





Wasserinhaltsstoffe

Gesamthärte
Die Gesamthärte setzt sich aus der Karbonathärte und der Nichtkarbonathärte zusammen.

Karbonathärte
wird auch vorübergehende Härte genannt und umfasst alle an die Kohlensäure gebundene Calcium- und Magnesium-Ionen. Sie ist für die Wassersteinbildung verantwortlich. Zur Schutzschichtbildung ist ein Mindestgehalt von ca. 2odKH erforderlich.

Nichtkarbonathärte
wird als bleibende oder permanente Härte bezeichnet. Die Verbindung von Calcium und Magnesium mit Salz-, Salpeter- oder Schwefelsäure ergeben Chloride, Nitrate und Sulfate. In höheren Konzentrationen können sie zu Korrosionen führen. Chloride, Nitrate und Sulfate scheiden erst beim Verdampfen oder Verdunsten des Wassers aus.

Kohlensäure
setzt sich aus der gebundenen, sowie freien zugehörigen und aggressiven Kohlensäure zusammen. Für etwaige Schutzmaßnahmen ist nur die freie zugehörige und aggressive Kohlensäure von Bedeutung. Die freie zugehörige Kohlensäure hält die Karbonathärte in Lösung. Die darüber hinaus im Wasser vorhandene Kohlensäure greift Metalle an und wird als aggressive Kohlensäure bezeichnet.

pH-Wert
Er ist das Maß, ob das Wasser alkalisch, neutral oder sauer reagiert. Er wird durch das Verhältnis der im Wasser enthaltenen Mengen an Säuren und Alkalien bestimmt. Der Neutralpunkt des Wassers ist der Idealwert und wird als Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht bezeichnet. Anhand von Tabellen ist der Neutralpunkt anhand der Karbonathärte zu bestimmen. Unterschreitet hierbei der pH-Wert den Neutralpunkt, so ist aggressive Kohlensäure im Trinkwasser vorhanden, die nicht nur eine natürliche Schutzschichtbildung verhindert, sondern gleichzeitig die Metallwandungen im Rohr angreift. Wird der Neutralwert überschritten, so besteht im Wasser ein Kohlensäuredefizit und neigt bereits im Kaltwasserbereich zur Kalkausscheidung.
Bei Erwärmung eines Wassers mit einem Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht zerfällt hierbei immer das Calcium-Magnesium- Bikarbonat und es kommt zu Wassersteinablagerungen.

Tabelle zur Bestimmung des pH-Wert Neutralpunktes in Abhängigkeit
von der Karbonathärte bei 17 oC Wassertemperatur:


Karbonathärte in odKH pH-Wert
Neutralpunkt
8,1 7,88
9,2 7,79
10,3 7,64
11,2 7,55
12,0 7,45
13,7 7,34
14,5 7,28
15,9 7,19
17,1 7,12
18,2 7,07
19,3 7,02
20,4 6,97

Sättigungsindex
gibt an, ob der pH-Wert dem pH-Wert-Neutralpunkt entspricht oder um wieviel dieser durch Säureüberschuss unterschritten oder durch Alkaliüberschuss bzw. Kohlensäuredefizit überschritten wird.

Sauerstoff
Ein Gehalt von 5 mg/l Sauerstoff ist im Wasser für eine natürliche Schutzschichtbildung erforderlich.

Chlorid
ist in jedem natürlichen Wasser enthalten. Je nach Wasserzusammensetzung können bereits 100 mg/l als korrosionsfördernd wirken.

Sulfat
ist in jedem natürlichen Wasser enthalten. Je nach Wasserzusammensetzung können bereits 100 mg/l als korrosionsfördernd wirken.

Nitrat
ist in guten Trinkwässern nur selten vorhanden. Nitratgehalte über 50mg/l sind bereits für Kleinkinder gesundheitsschädlich. Nitrate können durch Aufbereitungsmaßnahmen verringert werden.

Natrium
Der Natriumgehalt im Trinkwasser wird bei einer Wasserenthärtungsanlage nach dem Ionenaustauschevrfahren zusätzlich zum bestehenden Wert pro 1 odH Enthärtung um 8,2 mg/l erhöht. In der Trinkwasserverordnung ist Natrium bis 200 mg/l zulässig. Dieser Grenzwert wurde festgelegt, um bei Durchführung streng natriumarmer Diät den Genuss von Trinkwasser zu ermöglichen.

Eisen und Mangan
dürfen nach Trinkwasserverordnung bis max. 0,2 mg/l (Eisen) bzw. 0,05 mg/l (Mangan) im Trinkwasser enthalten sein. Bei höheren Werten treten Verfärbungen, Trübungen und unangenehmer Geschmack im Wasser auf. Die Rohrleitungen verkrusten und korrodieren. Bei Überschreitungen dieser Werte sind bei Eigenwasserversorgungsanlagen entsprechende Filter notwendig.

Kieselsäure/Silikat
ist in natürlichen Wässern enthalten und wird in flüssiger Form über Dosieranlagen dem Trinkwasser als Korrosionsschutz zugesetzt. Nach der neuen Trinkwasserverordnung werden die zulässigen Werte vom Umweltbundesamt im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Max. zulässiger Wert beträgt 15 mg/l.

Phosphat
ist in natürlichen Wässern kaum vorhanden. Es wird als Korrosionsschutz und zur Stabilisierung der Härtbildner in Trinkwässern eingesetzt. Nach der neuen Trinkwasserverordnung werden die zulässigen Werte vom Umweltbundesamt im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Max. zulässiger Wert beträgt 6,7 mg/l.




Einige max. Grenzwerte für Trinkwasserinhalte nach der Trinkwasserverordnung 2003 (TrinkwV 2001)

Parameter Grenzwert in mg/l Parameter Grenzwert in mg/l
Nitrat 50 Mangan 0,05
Arsen 0,01 Natrium 200
Kupfer 2 Sulfat 240
Nitrit 0,5 Phosphor 6,7
Chlorid 250 Magnesium entfällt
Eisen 0,2 Calcium entfällt




Wasser zum Trinken - Unser Tagesbedarf an Mineralien

Enthärtetes Wasser trinken? Warum nicht!

Durch das Ionenaustauschprinzip werden dem Trinkwasser pro 1odH Enthärtung(Entnahme von Calcium-Magnesiumionen) 8,2 mg/l an Natrioumionen zugeführt. Bei einem Einbau einer Wasserenthärtungsanlage im Haushalt wird das Trinkwasser auf einen Gesamthärtewert von 7-8odH eingestellt; es wird also sichergestellt, dass weiterhin ein kleiner Anteil an Calcium- und Magnesiumionen im Trinkwasser vorhanden ist. Die geänderten Werte bewegen sich immer im Bereich der Trinkwasserverordnung.
Es ändern sich folglich bei einer Wasserenthärtung nach dem Ionenaustauschverfahren bei einer Wassereingangshärte von 18,3odH und einem Verschnitt auf 7odH nur diese Werte (Ausgangswerte aus der aktuellen Trinkwasseruntersuchung der Landeshauptstadt München vom Jan 2003):


Parameter
vor der Wasserenthärtung
nach der Wasserenthärtung
Wasserhärte
18,3odH
7odH
>
Natrium
3,8 mg/l
96,5 mg/l
>
Calcium und
Magnesium
116,1 mg/l
51,6 mg/l
>


Alle anderen gelösten Mineralien bleiben im Trinkwasser unangetastet. Eine optimale Einstellung einer Wasserenthärtungsanlage entspricht immer der Trinkwasserverordnung.


Tagesbedarf an Mineralien unseres Körper

Kochsalz/Natriumchlorid

Ein Normalbürger benötigt ca. 5-10g Kochsalz pro Tag für seinen durchschnittlichen notwendigen Bedarf. 1 Liter Trinkwasser mit einem max. Wert von 200mg/l entspricht ca. 0,5 g Kochsalz. Um seinen Gesamtsalzbedarf durch Trinkwasser zu decken, müsste er bei dem Grenzwert von 200mg/l (lt. Trinkwasserverordnung) und 10g Kochsalzbedarf/Tag "lediglich" 20l Trinkwasser zu sich nehmen!

Weitere Vergleichswerte zum Natriumgehalt:

Salz f. Frühstücksei
ca. 250 mg
Roggenbrot
ca. 3000 mg/kg
Weißbrot
ca. 4460 mg/kg
Sauerkraut
ca. 3550 mg/kg
Schokolade
ca. 580 mg/kg
Wurst
ca. 4000 mg/kg
Brathering
ca. 5690 mg/kg
Oliven
ca. 32880 mg/kg


Calcium

Ein Normalbürger benötigt ca. 1g Calcium pro Tag für seinen durchschnittlichen notwendigen Bedarf. Er müsste folglich beim unbehandelten Münchener Trinkwasser 20l trinken, um seinen Tagespensum zu schaffen. Dies ist hierbei ebensowenig möglich, als beim Natrium.

Weitere Vergleichswerte zum Calciumgehalt:

Milch
ca. 1200 mg/l
Brot
ca. 580 mg/kg
Haselnüsse
ca. 2250 mg/kg
Vollkornbrot
ca. 950 mg/kg


Magnesium

Ein Normalbürger benötigt ca. 350g Calcium pro Tag für seinen durchschnittlichen notwendigen Bedarf. Er müsste folglich beim unbehandelten Münchener Trinkwasser knapp 15l trinken, um seinen Tagespensum zu schaffen.

Weitere Vergleichswerte zum Magnesiumgehalt:

Käse
ca. 320 mg/kg
Kakao
ca. 4140 mg/kg
Walnüsse
ca. 1290 mg/kg
Sojamehl
ca. 2350 mg/kg


Phosphat/Phosphor

Ein Normalbürger benötigt ca. 700g Phosphat pro Tag für seinen durchschnittlichen notwendigen Bedarf. Laut Trinkwasserverordnung kann einem Liter Trinkwasser ein max. Wert von 6,7 mg/l Phosphat dem Wasser beigegeben werden. Um seinen Gesamtbedarf durch das Trinkwasser decken zu können, müsste er 104l Trinkwasser zu sich nehmen! Dies geht mit 400g Speisequark oder 100g Emmentaler oder einem Liter Milch wesentlich einfacher!!

Der Körper und dessen Versorgung

Letztlich holt sich unser Körper seine Energie und Mineralien durch Speisen, Obst und Gemüse und bildet sich so seine Leistungsreserven. Das Trinken von 2-3 l Wasser am Tag bleibt natürlich ein muss, nur nicht unbedingt wegen der darin vorkommenden Mineralien ...





Alle Angaben ohne Gewähr.